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Zu Beginn unsere Saison 2008 sah es dermaßen schlecht aus, dass wir schon fast die Hoffnung auf ein Erreichen der Westfälische oder eher des Westfalen Pokals aufgegeben hatten. Doch dann kamen sie alle. Unsere "Oldies" zogen uns von einer weniger erfolgreichen Quali zu einer mäßig erfolgreichen und schließlich bis zum Westfalen Pokal. Was war das für ein komisches Gefühl plötzlich mit unseren Trainern zu voltigieren. Aber die Zeit war einfach wundervoll. Unser Team ist in dieser Zeit so sehr zusammengewachsen, dass man heute vor einer einfach super super coolen Gruppe steht.
Auch wenn unsere Besetzung von Turnier zu Turnier immer gewechselt hat, lief unser Training weiter. Larissa sagte prompt ihren Urlaub ab, Clari und Tini wurden zeitweise aus dem Ferienlager zurückgeholt und auch weiter wurden keine Kosten und Mühe gescheut eine gute Vorstellung vorzubereiten.
Am 20. Juli war es dann soweit. Früh morgens ging es los in Richtung Freudenberg. Dort angekommen hieß es dann erst mal den Berg zur Halle zu beklimmen, aber nach kurzer Zeit war schon das rettende Wohnmobil von Manni und Leonie, die mit Tina und Paul schon am Vortag angereist waren, zu sehen. Für den ersten Schock sorgte dann eindeutig Johanna die spontan verkündete, dass ihr Anzug noch in ihrer Dusche in Münster hängt.
Aber hey was würden wir ohne unseren 10. Anzug machen!
In den zwängte sich dann Larissa und schon konnte es los gehen. Wir legten einen sauberen Pflichtstart hin, der uns prompt Platz 2 hinter Herbern einbrachte. Die Stimmung war einfach wunderbar, da uns unser mitgereister Fanclub lautstark unterstütze. Danach war dann erst mal Pause angesagt. Die hatten wir uns wohl verdient, da alle nach der Anspannung ein wenig schläfrig wurden oder im Gegensatz dazu Hyperaktive Züge annahmen.
Nach ausreichender Pause ging es dann weiter mit der Kür. Auch hier lieferten wir einen atemraubenden supertollen Start hin, der einfach nicht besser hätte laufen können. Zwar konnten wir nicht siegen, dafür war das ganze einfach ein unglaubliches Erlebnis. Als krönender Abschluss kam dann natürlich die Siegerehrung. Nach ungefähr einem gefühlten Kilometer auf dem riesigen Springplatz durch tiefsten Matsch erreichten wir endlich die Platzierung. Und dann hielten wir endlich eine Schleife mit der Aufschrift „Westfälische Meisterschaft“ in der Hand.
Nach diesem tollen Tag ging es dann abends endlich in Richtung Heimat, natürlich mit der Einladung zum 5-Länder-Vergleich im Gepäck.
Am 26./27./28. September 2008 ging es für das allertollste Team 1 zum 5-Länder-Vergleich nach Lobberich.
Nach einer langen Fahrt kamen wir endlich abends um acht am Stall an. Da wurde dann für Paul ein Haus bezogen und die Essensmarken und Lagepläne für unsere Unterkunft gesucht.
Doch vorher gab es eine große Überraschung: Familie Lanfer war uns in ihrem Wohnmobil ( das uns schon auf viele viele Turniere begleitet hat) hinterher gereist und hatte uns eigentlich einen wundervollen Empfang machen wollen, doch da wir mit dem Packen mal wieder extrem langsam waren und deshalb ungefähr ein bis zwei Stunden Verspätung hatten, mussten sie vergebens warten.
Aber nach dem wir dann da waren, Paul seine Box bezogen hatte und wir unseren Schlüssel erhalten hatten, konnten wie endlich ins Bettchen fallen. Das mussten wir zwar vorher noch suchen, doch die Jugendherberge war nicht allzu weit.
Am nächsten Morgen ging es dann nach kurzem Haare machen und schminken los. Zu dem Tag lässt sich sagen, dass man die Pflicht besser nicht so genau betrachtet, denn die war katastrophal wie noch nie. Leider mochte Pauli das Auto, was zu Werbezwecken in einer Ecke des Zirkels stand gar nicht. Recht hast du Paul! So ein Auto gehört nun mal nicht in die Reithalle. Aber der Abend war natürlich schöner. Dieser endete dann damit dass wir zu 12 auf Claras und Ankis Bett saßen und die „Großen“ den von Vater Lanfer spendierten Rotwein getrunken bzw. sich damit auf Ankis Bett verewigt haben. Vom nächsten Tag erwarteten wir ja schon nach dem Pflichtstart nicht mehr so viel, so dass der Tag entspannt startete. Wie üblich ging es los mit Haare machen und Schminken und auch Paul wurde schön gemacht. Unsere Kür war im Vergleich zur Pflicht schon gar nicht mehr so schlimm. Obwohl Anna leider nicht bis auf Claras Schulter gekommen ist, konnten wir mit unserer Leistung ganz zufrieden sein.
Doch wirklich zählte, dass wir einfach die schönste Zeit mit dem tollsten Team verbracht haben. Zum Schluss folgte dann noch die Siegerehrung. Bei der wir fast noch von einer der vielen Westfalenfahnen erschlagen worden wären. Dennoch war es cool mal mit so vielen Gruppen über eine Stunde eine Siegerehrrung zu erleben.
Das war dann leider unser letzter Start mit DEM TEAM 2008.
Wir hatten eine wundervolle Saison, die nicht besser hätte laufen können. Es ist zwar schade, dass wir wieder von vorne anfangen müssen, aber wir sind da gaaaaanz zuversichtlich.